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Vorwort 
      

Franken, das Zentrum Europas, besitzt mit 273 verschiedenen kommerziellen und (größtenteils) unabhängigen Brauereien die größte Brauereidichte der Welt!
Außerdem gehören insbesondere viele dieser Kleinbrauereien auch zum Besten, was das Brauwesen weltweit zu bieten hat.
Die Internetseite www.bierregion-franken.de dokumentiert seit 1998 den Bestand der fränkischen Brauereien. Damit ist diese Internetseite auch die erste Brauereidatenbank für ganz Franken.

In Franken spielen die untergärigen Biersorten eine größere Rolle als im übrigen Bayern, obwohl in den letzten Jahren das obergärige Hefeweizen von einer wachsenden Zahl fränkischer Brauereien ins Sortiment aufgenommen wird.
Dunkle und helle Lagerbiere sind die typischen fränkischen Biersorten.

Diese sind oft unfiltriert (ungefiltert), das heißt leicht naturtrüb und mit einem höheren Gehalt an Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen. Wenn dieses Bier zusätzlich ungespunden (kohlensäurearm und mit geringer Schaumhaltbarkeit) ist, nennt man es Kellerbier.

In meiner Brauereidatenbank habe ich keine Lohnbrauereien aufgelistet. Das heißt, Brauereien, die nicht mehr in ihrer eigenen Brauerei den Gerstensaft herstellen, sondern das Bier (nach "eigenem Rezept") in einer anderen Brauerei herstellen lassen, sind nicht als eigenständige Brauerei vertreten. Ebenso sind keine Brauereien in der Datenbank aufgeführt, die als Kommunbrauerei nur gelegentlich brauen (z.B. Kommunbrauerei Rossach) oder reine Hobbybrauereien sind (z. B. Nachtbräu Frauenaurach). Fränkische Brauereien, die zwar noch selbst brauen, aber mehrheitlich direkt oder indirekt in Besitz von (inter)nationalen Braukonzernen sind, sind in dieser Datenbank aufgeführt (z.B. Kulmbacher AG, Tucher AG Nürnberg).
Auch im Laufe des vergangenen Jahres habe ich weitere Brauereien aus der Datenbank gestrichen, die zwar als Brauerei auftreten, aber schon lange nicht mehr selbst brauen. Man kann dazu auch Verbrauchertäuschung oder Etikettenschwindel sagen.

Von den zur Zeit noch 2 7 3 Brauereien in Franken (davon 247 mit eigener Internetseite) liegen 157 im Regierungsbezirk Oberfranken, 62 im Regierungsbezirk Mittelfranken und 54 im Regierungsbezirk Unterfranken. Die älteste noch aktive Brauerei ist die Klosterbrauerei Weißenohe (seit 1100 !!).

Leider setzt sich das Sterben der Traditionsbrauereien auch 2017 fort.
Von den Brüsseler und deutschen Bürokraten konstruierte Auflagen helfen kräftig beim Untergang der kleinen Brauereien mit!!
Seit der Eröffnung der ersten fränkischen Gasthausbrauerei "Altstadthof" in Nürnberg im Jahr 1984 gibt es andererseits auch eine Gegenbewegung zum Brauereisterben. Seitdem wurden bis heute 60 Gasthausbrauereien gegründet. 9 davon sind inzwischen jedoch wieder geschlossen worden. Wie lange der Trend zum "Craftbeer" anhält, ist ungewiss.
In den letzten 20 Jahren haben 100 fränkische Traditionsbrauereien den Braubetrieb für immer eingestellt. Das Brauereisterben geht unvermindert weiter und öffnet dem Industrie- und Fernsehbier (d.h. dem Bier, das durch TV-Werbung in die Köpfe und Schlünde der Bevölkerung Einlaß findet) Tür und Tor.
Der Verbraucher hat den Krug in der Hand, um das Brauereisterben der kleinen und mittelständischen Brauereien zu verhindern!

Genussvolle Regionalisierung statt geschmackloser Globalisierung!!

Frank Wetzel,
Bamberg, Januar 2018

Haftungsausschluß:
Da man heutzutage wegen jeder Äußerung verklagt wird, möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, daß sich inhaltliche Fehler auf dieser Internetseite nicht ausschließen lassen. Ich bin mir jedoch sicher, daß die Nutzer dieses kostenlosen Dienstes nicht dem "Bier-Ernst" huldigen. Nichtsdestotrotz liegt das Copyright trotzdem bei mir!

Anfragen, Anregungen, Kritik und auch Lob nehme ich gerne entgegen

Am 23. April 2009 erhielt www.bierregion-franken.de den
Bierorden der Bamberger Brauereien.
Am 17. November 2009 folgte dann die Auszeichnung
"Goldene Bieridee 2009"
vom Bayerischen Brauerbund und vom Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband

Der Staffelberg

Benediktinermönche der um 1122 gegründeten
und 1969 geschlossenen Brauerei Michaelsberg in Bamberg


 
Das Reinheitsgebot im Originaltext
Die fränkischen Brauereien brauen Spitzenqualität streng nach dem
"Bayerischen Reinheitsgebot"
 

Das Original

 

Der Originaltext des bayerischen Reinheitsgebotes

"Wie das Pier Summer vie Winter auf dem Land sol geschenkt und prauen werden"

"Item wir ordnen, setzen und wollen mit Rathe unnser Lanndtschaft das füran allenthalben in dem Fürstenthumb Bayrn auff dem Lande auch in unsern Stettn vie Märckthen da desáhalb hieuor kain sonndere ordnung gilt von Michaelis bis auff Georij ain mass oder kopffpiers über einen pfennig müncher werung un von Sant Jorgentag biß auf Michaelis die mass über zwen pfennig derselben werung und derenden der kopff ist über drey haller bey nachgeferter Pene nicht gegeben noch außgeschenckht sol werden. Wo auch ainer nit Merrzn sonder annder pier prawen oder sonst haben würde sol erd och das kains weg häher dann die maß umb ainen pfennig schenken und verkauffen. Wir wollen auch sonderlichen dass füran allenthalben in unsern stetten märckthen un auf dem lannde zu kainem pier merer stückh dan allain gersten, hopfen un wasser genommen un gepraucht solle werdn. Welcher aber dise unsere Ordnung wissendlich überfaren unnd nie hallten wurde den sol von seiner gerichtsobrigkait dasselbig vas pier ustraff unnachläßlich so offt es geschieht genommen werden. jedoch wo ain brüwirt von ainem ainem pierprewen in unnsern stettn märckten oder aufm lande jezuzeitn ainen Emer piers zwen oder drey kauffen und wider unnter den gemaynen pawrfuolck ausschenken würde dem selben allain aber sonstnyemandes soldyemaßs oder der kopfpiers umb ainen haller häher dann oben gesetzt ist zugeben un ausschencken erlaube unnd unuerpotn."  

Verständlicher ist die übersetzte Fassung:

Wie das Bier im Sommer und Winter auf dem Land ausgeschenkt und gebraut werden soll. Wir verordnen, setzen und wollen mit dem Rat unserer Landwirtschaft, daß forthin überall im Fürstentum Bayern sowohl auf dem Lande wie auch in unseren Städten und Märkten, die keine besondere Ordnung dafür haben, von Michaeli bis Georgi eine Maß (1) oder ein Kopf (2) Bier für nicht mehr als einen Pfennig Münchener Währung und von Georgi bis Michaeli die Maß für nicht mehr als zwei Pfennig derselben Währung, der
Kopf für nicht mehr als drei Heller (3) bei Androhung unten angeführter Strafe gegeben und ausgeschewnkt werden soll. Wo aber einer nicht Märzen, sondern anderes Bier brauen oder sonstwie haben würde, soll er es keineswegs höher als um einen Pfennig die Maß ausschenken und verkaufen. Ganz besonders wollen wir, daß forthin allenthalben in unseren Städten, Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gersten, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen. Wer diese unsere Androhung wissentlich übertritt und nicht einhält, dem soll von seiner Gerichtsobrigkeit zur Strafe dieses Faß Bier, so oft es vorkommt, unnachsichtlich weggenommen werden.
Wo jedoch ein Gauwirt von einem Bierbräu in unseren Städten, Märkten oder auf dem Lande einen, zwei oder drei Eimer (4) Bier kauft und wieder ausschenkt an das gemeinsame Bauernvolk, soll ihm allein und sonst niemand erlaubt und unverboten sein, die Maß oder den Kopf Bier um einen Heller teurer als oben vorgeschrieben ist, zu geben und auszuschenken. Auch soll uns als Landesfürsten vorbehalten sein, für den Fall, daß aus Mangel und Verteuerung des Getreides starke Beschwernis entstünde (nachdem die Jahrgänge auch die Gegend und die Reifezeiten in unserem Land verschieden sind), zum allgemeinen Nutzen Einschränkungen zu verordnen, wie solches am Schluß über den Fürkauf ausführlich ausgedrückt und gesetzt ist.

(1)bayerische Maß= 1,069 Liter
(2)halbkugelförmiges Geschirr für Flüssigkeiten; nicht ganz eine Maß
(3)gewöhnlich ein halber Pfennig
(4)enthält 60 Maß

Diese Brauvorschrift wurde im Laufe der Zeit von den anderen deutschen Ländern übernommen und ab 1906 für das ganze Deutsche Reich verbindlich. Auch heute bildet das Reinheitsgebot die Grundlage aller untergärig hergestellten Biere in Deutschland. Für obergärig gebraute Biere ist die Mitverwendung von Weizenmalz zulässig. Die Durchsetzung des Reinheitsgebotes wird heute durch das Vorläufige Biergesetz vom 29. Juli 1993 geregelt.
Die Hefe bleibt im Reinheitsgebot von 1516 unerwähnt, weil vom Wesen der Gärung so gut wie nichts bekannt war. Sie wurde als Abfallprodukt und nicht als vierter Rohstoff behandelt.
Das Original-Schriftstück wird heute in der Bayerischen Staatsbibliothek in München aufbewahrt.
Impressum


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Bierregion-Franken.de
Frank Wetzel
Schrottenberggasse 10
96049 Bamberg
Tel.: 09 51 / 5 22 77
Email: info (at) bierregion-franken.de

St-Nr.: 207/287/40281


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